Wie wir Orchester sehen – Fotografie und neue Perspektiven auf klassische Musik
Die meisten Fotografien von Orchestern zeigen den falschen Moment.
Sie zeigen die Aufführung.
Dieser Vortrag beschäftigt sich mit den Bildern davor.
Ausgehend von meiner Arbeit in Orchesterproben geht es um die Frage, wie Fotografien unseren Blick auf klassische Musik prägen – und was sich verändert, wenn nicht das Ergebnis, sondern die Entstehung im Mittelpunkt steht.
Anhand von Bildbeispielen, historischen Referenzen und Gedanken u. a. von John Berger wird sichtbar, wie sich der Fokus von der Repräsentation hin zur Wahrnehmung von Arbeit, Kommunikation und musikalischem Entstehen verschieben lässt.
Inhalte (Auswahl)
– Wie Fotografien unseren Blick auf klassische Musik prägen
– Die Probe als visueller Raum: Arbeit, Kommunikation, Entstehung
– Was im Konzert unsichtbar bleibt
– Bild und Wirklichkeit (Magritte, Berger)
– Einblicke in die eigene fotografische Praxis
Formate: Vortrag (30–45 Min.), Workshop (90–180 Min.)