Wie wir Orchester sehen.

Ein Bildvortrag über Fotografie, Wahrnehmung und klassische Musik

Wie stellen wir uns klassische Musik vor? Welche Bilder haben wir im Kopf, wenn wir an ein Orchester denken? Und woher kommen diese Vorstellungen?

Die öffentliche Wahrnehmung klassischer Musik wird nicht nur durch die Musik selbst geprägt, sondern auch durch die Bilder, die wir von ihr sehen. Konzertfotografien zeigen meist das fertige Ergebnis: Musikerinnen und Musiker auf der Bühne, festliche Konzertsäle, Dirigenten im Rampenlicht. Doch die musikalische Arbeit, die diesem Ergebnis vorausgeht, bleibt weitgehend unsichtbar.

Ausgehend von meiner fotografischen Arbeit in Orchesterproben beschäftige ich mich mit der Frage, wie solche Bilder unsere Vorstellungen von klassischer Musik prägen und was geschehen könnte, wenn wir sie durch andere Bilder ergänzen.

Anhand eigener Fotografien, persönlicher Erfahrungen und Überlegungen aus der Philosophie und Bildwissenschaft geht der Vortrag der Frage nach, ob eine andere visuelle Sprache auch andere Assoziationen ermöglichen kann – gerade bei Menschen, die bisher wenig Berührung mit klassischer Musik haben.

Themen und Fragen

  • Welches Bild machen wir uns von klassischer Musik? Wie Fotografien Vorstellungen bestätigen oder verändern können.

  • Warum sehen Orchesterproben oft wie Konzerte aus? Über fotografische Gewohnheiten und die Bilder, die wir zu sehen erwarten.

  • Was bleibt unsichtbar? Über musikalische Arbeit, menschliche Begegnungen und die Momente zwischen den Tönen.

  • Können andere Bilder neue Zugänge eröffnen? Über Nähe, Distanz und die Möglichkeiten einer anderen visuellen Sprache.

Der Vortrag richtet sich an Kulturinstitutionen, Orchester, Bildungseinrichtungen und alle, die sich dafür interessieren, wie Bilder unsere Vorstellungen über klassische Musik prägen. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum gemeinsamen Gespräch.

Zurück
Zurück

Orchesterproben